Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist die UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ (Nr. 806) in Österreich. Sie umfasst die alpine Kulturlandschaft um den Hallstätter See mit dem Markt Hallstatt, dem Salzberg und dem Dachsteingebirge in Oberösterreich und der Steiermark. Das Welterbekomitee der UNESCO hat sie am 6. Dezember 1997 nach den Kriterien (iii) und (iv) in die Welterbeliste eingetragen.

Grundlage des Welterbes ist das Salz: Im Hallstätter Salzberg wird seit der mittleren Bronzezeit Salz gewonnen, und das Gräberfeld im Hochtal gab einer Epoche der älteren Eisenzeit den Namen „Hallstattzeit“. Salzgewinnung, Holz- und Almwirtschaft und Baukultur haben die Landschaft über mehr als 2.500 Jahre geprägt; im 19. Jahrhundert machten Maler und Schriftsteller der Biedermeierzeit sie berühmt. Die Welterbestätte umfasst 28.637 ha, die Pufferzone 19.863 ha.

Das Welterbe umfasst nicht das gesamte Salzkammergut, sondern nur die Kulturlandschaft um Hallstatt, den Hallstätter See und den Dachstein im Inneren Salzkammergut. Der Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut betreut das Welterbe und gibt diese Website heraus; er ist nicht die Welterbestätte selbst.

Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut: Kerndaten

Entitätstyp
UNESCO-Welterbestätte; Kulturlandschaft (Kulturerbe)
Name
Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut
Offizieller Name
Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut
Englischer Name
Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut Cultural Landscape
Kurzformen
Welterbe Salzkammergut, Welterbe HDS, Hallstatt-Dachstein
UNESCO-Referenz
806 (Grenzänderung 2024: 806bis)
Eingetragen in die Welterbeliste
Kriterien
(iii) und (iv)
Erklärung zum außergewöhnlichen universellen Wert
Beschluss 21 COM VIII C (1997) in der Fassung 34 COM 8E (2010)
Staat
Österreich
Bundesländer
Oberösterreich, Steiermark
Gemeinden im Welterbegebiet
7 (4 in Oberösterreich, 3 in der Steiermark)
Fläche der Welterbestätte
28.637 ha
Fläche der Pufferzone
19.863 ha
Höchste Erhebung
Dachsteingebirge, fast 3.000 m
Zeitstellung
Salzgewinnung seit der mittleren Bronzezeit (bergmännische Abbauspuren ab etwa 1500 v. Chr.) bis heute
Qualifizierende Schlüsselattribute
Jahrtausendealte Salzindustrie und nachgeordnete Wirtschaftszweige; Schauplätze bahnbrechender Forschung und Vermittlung; Baukulturelles Erbe im alpinen Raum von hoher Signifikanz; Ideale Miniatur der gesamten Alpen, naturräumlich und in der gewachsenen Kulturlandschaft; Landschaft mit hoher Dramatik und künstlerischer Inspirationskraft
Welterbemanagement
Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut, Hallstatt
Managementplan
Vorhanden; Download auf der Seite Management und Managementsystem
Kontakt
buero@welterbe-salzkammergut.at
Website
welterbe-salzkammergut.at
Sprachen der Website
Deutsch; ausgewählte Inhalte auch auf Englisch
Zuletzt redaktionell geprüft

Welterbegebiet und Bestandteile des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Die Welterbestätte ist eine zusammenhängende Kulturlandschaft. Nur in ihr kommt der außergewöhnliche universelle Wert zum Tragen; dort müssen alle Attribute liegen. Den früher verwendeten Begriff „Kernzone“ gebraucht das Welterbemanagement nicht mehr. Die Pufferzone ist nicht Teil des Welterbes, schützt aber seine Wirkung, etwa die Ansicht Hallstatts vom See.

Die Tabellen nennen die prägenden Bestandteile der Welterbestätte, wie sie die Evaluierung von ICOMOS (1996), der Bericht zur Grenzänderung (2024) und die Seite Management beschreiben. Sie sind keine amtliche Liste. Die genauen Grenzen zeigt die Karte unter Infomaterial.

Welterbestätte
28.637 ha (vor 2024: 28.446 ha)
Pufferzone
19.863 ha (vor 2024: 20.014 ha)
Gesamtfläche
48.500 ha
Gemeinden im Welterbegebiet
Vier in Oberösterreich (Bad Goisern, Gosau, Hallstatt, Obertraun) und drei in der Steiermark, darunter Gröbming
Grundlage der Grenzen
Digitale Katastralmappe Österreichs, geringfügige Grenzänderung 806bis (2024)

Oberösterreich

Bestandteil Gemeinde Beschreibung
Markt Hallstatt Hallstatt Historischer Ortskern zwischen Salzberg und See mit gotischer Grundstruktur, nach dem Brand von 1750 spätbarock wiederaufgebaut; Unterer und Oberer Marktplatz, Pfarrkirche, Bootshütten am Seeufer, im Ortsteil Lahn das Amtsgebäude der Salinenverwaltung neben der Kalvarienbergkapelle.
Salzberg und Hochtal Hallstatt Prähistorisches und bis heute betriebenes Salzbergwerk; Gräberfeld der Hallstattzeit, in dem Johann Georg Ramsauer bis 1863 etwa 1.000 Gräber nachwies; die Dammwiese als archäologische Fundzone einer prähistorischen Siedlung.
Rudolfsturm Hallstatt Turm auf dem Himberkogel (863 m), Ende des 13. Jahrhunderts zum Schutz der Salzgewinnung errichtet, später Amtssitz des Berghauptmanns.
Echerntal Hallstatt Tal oberhalb des Ortsteils Lahn mit einer römerzeitlichen Gewerbesiedlung und dem Gletschergarten (1926 erschlossen, 1991 neu eingerichtet).
Hallstätter See Hallstatt, Obertraun, Bad Goisern Vom Dachsteingletscher geformter See; für sein Ufer gilt eine Seeuferschutzzone von 500 m.
Nordufer des Hallstätter Sees (seit 2024) Bad Goisern Mit der Grenzänderung 2024 aufgenommen: Teile der Salzkammergutbahn (1857–1877), das Feuchtgebiet Seeau, das Seeagut (1600), der Steegwirt (1551) und die Seeklause (frühes 16. Jahrhundert).
Koppenwinkel Obertraun Seen und Weiher am Fuß des Dachsteins, als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Gosausee und Moore der Gosau Gosau Der Gosausee am Fuß des Gosaukamms ist ein Relikt des letzten großen Vorstoßes der Dachsteingletscher; das Große und Kleine Löckenmoos sind Naturschutzgebiet.
Dachsteinplateau (Oberösterreich) Hallstatt, Gosau, Obertraun Verkarstetes Hochplateau mit Gletschern, darunter der Hallstätter Gletscher („Karls Eisfeld“), Almen und Höhlen wie Rieseneishöhle, Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle; Naturschutzgebiet und teilweise Europaschutzgebiet Dachstein.

Steiermark

Bestandteil Gemeinde Beschreibung
Steirisches Dachsteinplateau – Deckungsgleich mit der strengen Schutzzone (Zone A) des Naturschutzgebiets XVIII „Steirisches Dachsteinplateau“, das weitgehend auch Europaschutzgebiet ist.
Notgasse und Riesgasse Gröbming Felshohlweg eines Saumpfads von Obertraun ins Ennstal; als Naturdenkmal und als Denkmal geschützt.

Attribute des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Attribute sind die Werte und Merkmale, die den außergewöhnlichen universellen Wert des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut tragen. Das Welterbemanagement nennt 5 qualifizierende Schlüsselattribute; ausführlich beschrieben sind sie auf der Seite Attribute.

Jahrtausendealte Salzindustrie und nachgeordnete Wirtschaftszweige
Salzabbau seit der Bronzezeit; Transport des Salzes auf der Traun mit bis zu 30 m langen Zillen; Holzwirtschaft für Bergbau und Saline, die schon früh nachhaltig betrieben werden musste – im 17. Jahrhundert verbrauchte allein Hallstatt fast 40.000 Raummeter Holz.
Schauplätze bahnbrechender Forschung und Vermittlung
Klassische Lokalitäten der Geologie wie Dachsteinkalk, Hierlatzkalk und Gosau-Schichten, im Hallstätter Kalk die weltweit reichsten Ammoniten-Formen der Trias; seit dem 19. Jahrhundert archäologische Forschung, heute federführend durch das Naturhistorische Museum Wien.
Baukulturelles Erbe im alpinen Raum von hoher Signifikanz
Zweckbauten der Salzwirtschaft, die Reformationslibelle von 1524 und 1563 als erste Bauordnungen, die um 1800 festgelegten „Bau-Classen“, das spätbarocke Ensemble Hallstatts und die Salzkammergut-Villen der Sommergäste.
Ideale Miniatur der gesamten Alpen, naturräumlich und in der gewachsenen Kulturlandschaft
Von den Gletschern der Eiszeit geformte Landschaft aus Bergen, Seen und Wäldern, schon 1811 als „österreichische Schweiz“ bezeichnet; das Dachsteinplateau mit Almen seit der Römerzeit; Wirtschaftswälder aus jahrhundertelanger Abholzung und Wiederaufforstung.
Landschaft mit hoher Dramatik und künstlerischer Inspirationskraft
Motiv der Biedermeier-Malerei (Jakob Alt, Thomas Ender) und der Literatur (Adalbert Stifter, Franz Grillparzer); dazu eine eigene Handwerkskunst wie der Geigenbau in Goisern ab etwa 1735, die Holzräderuhren aus Gosau und der „Goiserer“ Schuh.

Geschichte der Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Systematische Salzproduktion ist im Hallstätter Salzberg bereits für die mittlere Bronzezeit im späten 2. Jahrtausend v. Chr. belegt; natürliche Sole wurde damals in Behältern aufgefangen und verdampft. Bergmännische Abbauspuren reichen bis etwa 1500 v. Chr. zurück, eine 2003 entdeckte Holzstiege wurde auf um 1100 v. Chr. datiert. Eine im 19. Jahrhundert gefundene Hirschhornhaue gilt als Beleg für eine 7.500 Jahre alte Tradition.

Um 800 v. Chr. setzte der Bergbau an anderer Stelle und mit neuer Technik wieder ein. Aus dieser Zeit stammt das reich ausgestattete Gräberfeld im Hochtal, das Johann Georg Ramsauer ab 1846 erforschte. 1874 schlug der schwedische Prähistoriker Hans Hildebrand vor, die Epoche von etwa 800 bis 400 v. Chr. nach dem Fundort „Hallstattzeit“ zu nennen. Auch in römischer Zeit wurde Salz gewonnen; Funde haben sich im Ortsteil Lahn erhalten.

Der mittelalterliche Bergbau begann 1311 unter den Habsburgern. Seit dem 16. Jahrhundert unterstanden Bergbau und Wälder direkt der Krone. Weil das Holz knapp wurde, leitete man einen Teil der Sole über eine Soleleitung in die Saline Ebensee. 1750 zerstörte ein Brand den Markt Hallstatt, der danach im spätbarocken Stil wiederaufgebaut wurde. Die Sudanlagen im Ortsteil Lahn wurden in den 1960er Jahren stillgelegt und abgetragen; im Salzberg wird bis heute Salz gewonnen.

Anfang des 19. Jahrhunderts „entdeckten“ Maler und Schriftsteller der Biedermeierzeit die Landschaft, darunter Jakob Alt, Thomas Ender, Adalbert Stifter und Franz Grillparzer. Ihnen folgten Touristen, für die Hotels und Solebäder entstanden. Friedrich Simony (1813–1896) erschloss das Dachsteingebiet wissenschaftlich; seit 2007 wird jährlich der Friedrich-Simony-Welterbepreis verliehen.

Eintragung und außergewöhnlicher universeller Wert des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Eintragung: Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut am 6. Dezember 1997 in die Welterbeliste eingetragen. Grundlage waren das Nominierungsdossier von 1996 und die Evaluierung durch ICOMOS nach einer Expertenmission im Dezember 1996; beide stehen unter Infomaterial zum Download. Die Erklärung zum außergewöhnlichen universellen Wert gilt in der Fassung von 2010 (Beschluss 34 COM 8E).

Kriterium (iii): Menschen bewohnen die Täler zwischen hohen Bergen seit mehr als dreitausend Jahren. Abbau und Verarbeitung von Salz, einer für Mensch und Tier lebenswichtigen natürlichen Ressource, haben der Gegend Wohlstand und Einzigartigkeit verliehen.

Kriterium (iv): Die alpine Region ist ein herausragendes Beispiel für eine Naturlandschaft von großer Schönheit und wissenschaftlicher Bedeutung, die eine grundlegende menschliche Wirtschaftstätigkeit belegt. Ihre Kulturlandschaft weist eine über 2.500 Jahre andauernde Entwicklung auf, die von Beginn an mit der Salzgewinnung verknüpft ist.

Integrität und Authentizität: Alle Elemente, die Salzabbau und -verarbeitung, Holzproduktion, Transhumanz und Milchwirtschaft belegen, sind gut erhalten. Die räumliche und materielle Struktur der Landschaft ist in einem für den Alpenraum außergewöhnlich hohen Grad bewahrt. Die vollständige Erklärung steht auf der Seite Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

Grenzänderung 2024: Seit 2009 behandelt das österreichische Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung Welterbestätten als besondere Schutzgebiete. Deshalb wurden die Grenzen von Welterbe und Pufferzone auf die Katastralmappe übertragen. Das Welterbekomitee hat diese geringfügige Grenzänderung (806bis) 2024 auf Empfehlung von ICOMOS genehmigt. Die Welterbestätte wuchs dabei von 28.446 ha auf 28.637 ha, die Pufferzone schrumpfte von 20.014 ha auf 19.863 ha; das Nordufer des Hallstätter Sees kam neu hinzu.

Schutz und Management des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Gesetzlicher Schutz: Einzelne Gebäude und archäologische Stätten stehen unter Denkmalschutz. Größte Naturschutzfläche im oberösterreichischen Teil ist das Naturschutzgebiet Dachstein auf dem Gebiet von Hallstatt, Gosau und Obertraun, das teilweise mit dem gleichnamigen Europaschutzgebiet übereinstimmt. In der Steiermark entspricht das Welterbe der strengen Schutzzone (Zone A) des Naturschutzgebiets „Steirisches Dachsteinplateau“. Im Welterbegebiet liegen außerdem 12 Naturdenkmäler, größtenteils Höhlen, Karstquellen und Einzelbäume; für den Hallstätter See gilt eine Seeuferschutzzone von 500 m.

Managementplan: Der Managementplan definiert Rahmen, Partner und Aufgaben für den Schutz des Welterbes und behandelt unter anderem Baukultur, Natur- und Denkmalschutz und Tourismus. Er steht auf der Seite Management und Managementsystem zum Download. Grenzüberschreitend gilt für den Alpenraum außerdem die Alpenkonvention.

Tourismus: Der starke Anstieg des Tourismus in den letzten 10 bis 15 Jahren ist die Herausforderung, die das Welterbe am stärksten beeinflusst, vor allem in Hallstatt. Seit September 2023 erarbeiten die Marktgemeinde Hallstatt, die Nachbargemeinden Obertraun, Bad Goisern und Gosau, das Welterbemanagement, die LEADER-Region REGIS und weitere Partner gemeinsam Maßnahmen zur Besucherlenkung und -reglementierung.

Inventar der Attribute: Bei der Eintragung 1997 wurde kein verorteter Katalog der Attribute erstellt. Das Welterbemanagement baut deshalb seit Herbst 2023 mit der TU Wien, dem Bundesdenkmalamt und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ein digitales Inventar auf, das dem Monitoring und der Vermittlung dient (Heritage Elements Inventory Mapping). Weitere Projekte stehen unter Pflegen.

Das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut besuchen

Salzbergwerk und Museen: Die Salzwelten Hallstatt bieten Führungen durch das Schaubergwerk an; Themen sind unter anderem das Gräberfeld der Hallstattzeit, die über 3.000 Jahre alte Holzstiege und der 1734 im Bergwerk gefundene „Mann im Salz“. Das Museum Hallstatt zeigt als Welterbemuseum Funde aus dem Salzbergwerk und dem Gräberfeld. Das Freilichtmuseum Gosau bewahrt mit dem Paarhof „Schmiedbauer“ ein Bauernhaus aus der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert.

Dachstein: Die Seilbahnen Dachstein Krippenstein erschließen die Höhlenwelt mit Rieseneishöhle, Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle, die Aussichtsplattformen 5fingers und Welterbespirale sowie die Wanderwege am Dachsteinplateau.

Handwerk und Forschung: Das Hand.Werk.Haus in Bad Goisern ist ein Zentrum für handwerkliche Gegenwartskultur und hält traditionelle Techniken lebendig. Jährlich im September präsentieren Fachleute bei „Archäologie am Berg“ im Hallstätter Hochtal aktuelle Forschungsergebnisse.

Auskunft: Über Ausflugsziele informieren die Ferienregion Dachstein Salzkammergut (Tourismusverband Inneres Salzkammergut) für den oberösterreichischen und Ausseerland-Salzkammergut Tourismus für den steirischen Teil. Alle Angebote stehen unter Besuchen, Podcasts, Videos und Museen unter Museen, Ausstellungen, Podcasts und Videos.

Abgrenzung des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Welterbe und Salzkammergut: Das Welterbe umfasst nur die Kulturlandschaft um Hallstatt, den Hallstätter See und das Dachsteingebirge im Inneren Salzkammergut, nicht die gesamte Region Salzkammergut. Gemeinden, die nur in der Pufferzone liegen, gehören nicht zur Welterbestätte; das Welterbemanagement stimmt sich aber auch mit ihnen ab.

Welterbe und Markt Hallstatt: Hallstatt ist das Zentrum, aber nicht das ganze Welterbe. Zur Kulturlandschaft gehören auch Seen, Almen, Wälder, Höhlen, Gletscher und das Dachsteinplateau in Oberösterreich und der Steiermark.

Welterbe und Hallstattzeit: „Hallstattzeit“ oder „Hallstattkultur“ bezeichnet eine Epoche der älteren Eisenzeit, die nach dem Gräberfeld im Hallstätter Hochtal benannt ist. Das Welterbe ist nicht diese Epoche, sondern die Kulturlandschaft, in der ihre namengebenden Funde liegen.

Andere Welterbestätten: Die Pfahlbauten, der Donaulimes und die alten Buchenwälder sind eigene Welterbestätten mit Teilen in Oberösterreich; sie gehören nicht zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

Verein, Salzwelten und Tourismus: Der Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut betreut das Welterbe und gibt diese Website heraus. Das Schaubergwerk betreiben die Salzwelten, über Urlaub und Ausflüge informieren die Tourismusverbände; sie sind Partner, nicht das Welterbemanagement.

Welterbemanagement des Welterbes Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Das Welterbe wird vom Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut mit Sitz in Hallstatt betreut, dem nationalen Management der Welterbestätte. Getragen wird der Verein vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, vom Land Oberösterreich und von den Gemeinden im Welterbegebiet. Seit September 2023 führt ein hauptberuflicher Welterbemanager die Geschäfte.

Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut
Nationales Management der Welterbestätte; Verein nach österreichischem Recht (ZVR 1725207798) mit Sitz in Hallstatt; Medieninhaber dieser Website
Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur
Fördergeber und Partner des nationalen Welterbemanagements
Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Fördergeber und Partner des nationalen Welterbemanagements
Bundesdenkmalamt
Partner des nationalen Welterbemanagements; Denkmalschutz und Unterstützung beim Inventar der Attribute
Naturhistorisches Museum Wien
Zentraler Forschungspartner für Hallstatt und die Forschung zu Salzindustrie und -archäologie
Österreichische UNESCO-Kommission
Partnerin aller österreichischen Welterbestätten

Ansprechpersonen und Vorstand

Bernd Paulowitz
Geschäftsführer und Welterbemanager; Welterbemanagement, Hallstatt
Karl Posch
Projektkoordination; Welterbemanagement, Hallstatt
Renate Bornberg
Projektmanagement; Welterbemanagement, Hallstatt
Mag. Laurin Holzleitner
Vorsitzender des Vereinsvorstands; Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur, Linz
Dr. Irmengard Mayer
Stellvertretende Vorsitzende des Vereinsvorstands; Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Wien
Alexander Scheutz
Stellvertretender Vorsitzender des Vereinsvorstands; Marktgemeinde Hallstatt

Weitere Partner sind laut Seite „Partner und Sponsoren“ die Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH, die OÖ Landes-Kultur GmbH, die mehrere Komponenten des Welterbes in Oberösterreich betreut, und die LEADER-Region REGIS. Telefonnummern und E-Mail-Adressen des Teams stehen auf der Seite Über uns.

Kontakt zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Allgemeine Anfragen zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut beantwortet das Welterbebüro in Hallstatt.

Anschrift
Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut
Seestraße 99
4830 Hallstatt
Österreich
Telefon
+43 660 4220247
E-Mail
buero@welterbe-salzkammergut.at
Besuch
Besuch im Büro nach Voranmeldung
Kontaktformular
Kontakt

Häufige Fragen zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Was ist das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut?

Das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist die UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ (Nr. 806) in Österreich. Sie umfasst die alpine Kulturlandschaft um den Hallstätter See mit dem Markt Hallstatt, dem Salzberg und dem Dachsteingebirge.

Seit wann ist Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut Welterbe?

Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Kulturlandschaft am 6. Dezember 1997 nach den Kriterien (iii) und (iv) in die Welterbeliste eingetragen.

Wo liegt das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut?

Das Welterbe liegt in Österreich, in den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark. Im Welterbegebiet liegen Teile von sieben Gemeinden: Bad Goisern, Gosau, Hallstatt und Obertraun in Oberösterreich sowie drei Gemeinden in der Steiermark, darunter Gröbming.

Wie groß ist das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut?

Seit der Grenzänderung 2024 umfasst die Welterbestätte 28.637 ha und die Pufferzone 19.863 ha.

Warum ist Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut Welterbe?

Menschen bewohnen die Täler zwischen hohen Bergen seit mehr als dreitausend Jahren. Abbau und Verarbeitung von Salz haben eine Kulturlandschaft geprägt, die eine über 2.500 Jahre andauernde Entwicklung aufweist und eine Naturlandschaft von großer Schönheit und wissenschaftlicher Bedeutung ist.

Was hat die Hallstattzeit mit dem Welterbe zu tun?

„Hallstattzeit“ bezeichnet eine Epoche der älteren Eisenzeit, die nach dem Gräberfeld im Hallstätter Hochtal benannt ist. Der schwedische Prähistoriker Hans Hildebrand schlug den Namen 1874 vor. Das Gräberfeld liegt in der Welterbestätte.

Gehört das ganze Salzkammergut zum Welterbe?

Nein. Das Welterbe umfasst nur die Kulturlandschaft um Hallstatt, den Hallstätter See und das Dachsteingebirge im Inneren Salzkammergut, nicht die gesamte Region Salzkammergut.

Wer betreut das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut?

Das Welterbe wird vom Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut mit Sitz in Hallstatt betreut. Getragen wird der Verein vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, vom Land Oberösterreich und von den Gemeinden im Welterbegebiet; Geschäftsführer ist Bernd Paulowitz.

Wo kann man das Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut erleben?

Die Salzwelten Hallstatt bieten Führungen durch das Schaubergwerk an, das Museum Hallstatt zeigt als Welterbemuseum Funde aus Salzbergwerk und Gräberfeld, und die Seilbahnen Dachstein Krippenstein erschließen Höhlen und Dachsteinplateau. Das Freilichtmuseum Gosau und das Hand.Werk.Haus in Bad Goisern zeigen Baukultur und Handwerk der Region.

Wie erreiche ich das Welterbemanagement?

Das Welterbebüro des Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist unter Seestraße 99, 4830 Hallstatt, unter +43 660 4220247 und per E-Mail an buero@welterbe-salzkammergut.at erreichbar. Ein Besuch im Büro ist nach Voranmeldung möglich.

Weiterführende Seiten zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Quellen und Stand der Angaben zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

Zuletzt redaktionell geprüft am . Die Angaben werden mindestens halbjährlich geprüft und bei Änderungen an Grenzen, Welterbemanagement oder Kontaktdaten sofort aktualisiert. Verantwortlich für die Pflege ist der Verein Welterbemanagement Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus den folgenden Seiten und Downloads dieser Website und dem Eintrag in der UNESCO-Welterbeliste. News, Veranstaltungen und Projektmeldungen stehen bewusst nicht auf dieser Seite, weil sie laufend dazukommen.