Nächster Halt: Bahnhof Hallstatt – Begegnungen markanter Frauen
Ausstellungseröffnung 4.7.2026 - Lesungen, Führungen, Gespräche & mehr
Ausstellungseröffnung 4.7.2026 - Lesungen, Führungen, Gespräche & mehr
Nächster Halt: Bahnhof Hallstatt – Begegnungen markanter Frauen
Mit der Ausstellung „Nächster Halt: Bahnhof Hallstatt – Begegnungen markanter Frauen“ rückt Aufbruch, Salzkammergut! – die Nachfolgeorganisation der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 – gemeinsam mit der britisch-österreichischen Sozialwissenschaftlerin Elizabeth Baum-Breuer einen außergewöhnlichen Ort im Salzkammergut und seine Geschichten in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Hallstatt – ein Ort des Ankommens, Wartens und Weiterreisens, an dem sich Frauen unterschiedlichster Herkunft begegnen.
Die Ausstellung versammelt Frauenbiografien, die mit dem Salzkammergut verbunden sind. In Texten, Erzählungen und künstlerischen Zugängen entsteht ein vielschichtiges Bild von Mobilität, Identität, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel. Der Bahnhof wird dabei zum Symbol für Bewegung, Austausch und die Frage, wie Regionen ihre Vergangenheit reflektieren und ihre Zukunft gestalten.
Die Eröffnung findet am Samstag, den 4. Juli 2026 um 15 Uhr statt. Die Ausstellung begleiten Lesungen, Führungen und Gespräche, die den Bahnhof Hallstatt als kulturellen Begegnungsraum neu erlebbar machen.
Der Welterbebahnhof ist ein besonderer Ort – zugänglich vom Bahngleis, vom Waldweg und vom See. Eng geschmiegt an den Bergrand auf der Bahnstrecke zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning, am Ufer gegenüber dem Ort Hallstatt am gleichnamigen dunklen See.
Im Juli 2026 sind Frauen mit kulturellen und historischen Berührungspunkten zum Salzkammergut an diesem Bahnhof anzutreffen. Sie kommen aus Nah und Fern, von gestern und heute, aus verschiedenen Lebenswelten und haben in verschiedenen Gegenden des Salzkammergutes gelebt oder diese regelmäßig besucht. Manche der Frauen haben ihr ganzes Leben in der Region verbracht, andere sind zwischendurch weggezogen und dann wieder zurückgekommen, andere sind zugezogen, einige mussten flüchten, wieder andere kommen nur in den Ferien, allen gemeinsam ist die wichtige Rolle, die das Salzkammergut in ihrem Leben einnimmt oder eingenommen hat, denn einige sind nicht mehr am Leben, ihre Spuren jedoch bleiben. Die Biografien von dreißig Frauen – Einheimische, Sommerfrischlerinnen und Gästinnen – unterstreichen die jeweiligen Beiträge zur Kultur und Geschichte der Region. Unter ihnen befinden sich Bäuerinnen, Hausfrauen, Krankenschwestern, Lehrerinnen, Malerinnen, Musikerinnen, Regisseurinnen, Schriftstellerinnen, Wirtschaftstreibende und Wissenschaftlerinnen.
Fünfzehn lebensgroße Nachbildungen von Frauen geben Einblick in die vielfältigen Anlässe und Beweggründe diesen Bahnhof zu benützen. Es sind alltägliche Gründe wie Schul- oder Marktbesuch, gesellschaftliche Gründe wie Teilnahme an einer Familienfeier, Prozession oder Demonstration, kulturelle Gründe wie Konzert oder Motivsuche, berufliche Gründe und auch existentielle Gründe wie Flucht oder Schutzsuche.
Zusammengestellt sind diese Frauenbiografien aus zwei früheren Ausstellungen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024: „Mein Kleiderkasten – weibliche Lebensfreude bis ins hohe Alter“ von Elizabeth Baum-Breuer und „Drei Künstlerinnen – drei Freundinnen“ von Marie-Theres Arnbom mit einem extra Text über eine sehr markante Frau aus Berlin und Hallstatt von Nina Höllinger vom Zeitgeschichte Museum Ebensee. Organisiert wird die Ausstellung durch Aufbruch, Salzkammergut!, die Nachfolgeorganisation der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 und der britisch-österreichischen Sozialwissenschaftlerin Elizabeth Baum-Breuer.
Die Frauen am Hallstätter Bahnhof zeigen eine Vielfalt, ein reiches weibliches Vermächtnis dieser Welterberegion Hallstatt-Dachstein im Salzkammergut. Sie sind in weiterer Zukunft auch ein Beitrag zum zukünftigen Frauenmuseum Salzkammergut, das für Bad Ischl geplant und das zweite in Österreich sein wird.
Eröffnung: Sa, 4. Juli 2026, 15 Uhr
Mit:
Alexander Scheutz (Bürgermeister Hallstatt)
Egon Höll (Bürgermeister Obertraun)
Elizabeth Baum-Breuer (Kuratorin)
Christina Jaritsch (Projektleiterin Aufbruch, Salzkammergut!)
Musik: Vichtauer Trio
Ausstellungsdauer: 4–12. Juli 2026
und 24.–26. Juli 2026,
Fr–So 13–17 Uhr
Finissage: 26. Juli 2026, 17 Uhr
Begleitend zur Ausstellung findet eine Lesereihe statt:
Sa, 4. Juli 2026, 15 Uhr: Elizabeth Baum-Breuer
So, 5. Juli 2026, 15 Uhr: Nina Höllinger
So, 12. Juli 2026, 15 Uhr: Marie-Theres Arnbom
So, 26. Juli 2026, 17 Uhr: Christian Hoffmann
Im Zentrum stehen ausgewählte Frauenbiografien aus dem Salzkammergut, die zwischen Geschichte, Alltag und Erinnerung verortet sind und neue Perspektiven auf die Region eröffnen.
„Bahnhöfe sind Orte des Aufbrechens und Ankommens, sie lassen Raum für Begegnung. Leerstände in der Region sehen wir als Ressource und bespielen nach dem Landungsplatz in Ebensee nun auch den Bahnhof Hallstatt. Das Ausstellungsformat von und mit Elizabeth Baum-Breuer ist sozusagen Generalprobe und Pop-Up des Frauen*museums Salzkammergut, das wir langfristig in der Region sehen – wir suchen derzeit nach einer dauerhaften Immobilie für das ambitionierte Vorhaben.“
Christina Jaritsch, Projektleitung Aufbruch, Salzkammergut!
„Es ist großartig, dass Biografien von Frauen mit kulturellem und historischem Bezug zum Salzkammergut an diesem einzigartigen Ort sichtbar gemacht werden können. Die Frauen am Hallstätter Bahnhof zeigen eine Vielfalt, ein reiches weibliches Erbe dieser Welterberegion Hallstatt-Dachstein im Salzkammergut. Sie sind in weiterer Zukunft auch ein Beitrag zum (werdenden) Frauenmuseum Salzkammergut.“
Elizabeth Baum-Breuer, Kuratorin
Biografie Elizabeth Baum-Breuer
1955 in London geboren, in einer österreichischen Emigrantenfamilie in Oxfordshire und in den Sommermonaten im Salzkammergut aufgewachsen.
Ausbildung zur Sozialarbeiterin in London und Wien, Studium der Bildungswissenschaften an der Universität Wien, Promotion zum Thema „Transnationale Adoptionen und Lebensläufe“. Langjährige und andauernde Tätigkeit in der Sozialen Arbeit, Forschung und Lehre im In- und Ausland. Derzeitiger Forschungsschwerpunkt: ältere Frauen und Biographiearbeit anhand von Kleidungskästen und Lebenswelten sowie eine "Linking-Ages Studie von 10 bis 100+ Jahren" über die Bedeutung von Schmuck in individuellen und sozialen Zusammenhängen.
Anreise:
Mit der Bahn
Der Bahnhof Hallstatt liegt direkt an der Salzkammergutbahn (Strecke Attnang-Puchheim – Stainach-Irdning). Von Linz, Salzburg, Wien oder Graz erreichbar.
Abfahrt Attnang-Puchheim 13.09 Uhr – Ankunft Hallstatt 14.24 Uhr, Rückfahrt z. B. von Hallstatt 17.32 Uhr oder 18.07 Uhr.
Mit dem Schiff
Zwischen Hallstatt Markt und dem Bahnhof verkehrt ganzjährig die Fähre „Stefanie“, abgestimmt auf die Zugankünfte und -abfahrten.
Mit dem Auto
Parkmöglichkeiten befinden sich in Hallstatt (P1–P4), von dort gelangt man mit dem Schiff oder zu Fuß weiter zum Bahnhof.
Pressekontakt
Lisa Holzinger – l.holzinger@aufbruch-salzkammergut.at, +43 664 88568089